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eLearning-Seminar
Leistungsumfang einer eLearning-Plattform
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Fortschritt eines jeden Teilnehmers führt zu dessen Motivation und zeigt jedem seinen individuellen
Lernbedarf.
Zu den bedeutendsten Vorteilen gehört die Kosteneinsparung, da die bisher bei Präsenzveranstaltungen
üblichen Reise- und Übernachtungskosten für die Mitarbeiter und Trainer entfallen und Aufwendungen
für Seminarräume sowie Seminarvorbereitung deutlich reduziert oder gänzlich vermieden werden kön-
nen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Senkung der Ausfallzeit der Mitarbeiter, die sich an ihrem Ar-
beitsplatz fortbilden können. Organisatorische Zwänge durch Reservierung, Reiseplanung etc. entfallen.
Ergänzend kommt hinzu, dass das individuelle Lernen am effizientesten ist. Für die Unternehmen besteht
die Möglichkeit, in kurzer Zeit viele Mitarbeiter an neue Technologien heranführen zu können.42
Zu den Nachteilen solcher Systeme gehören die hohen Investitionskosten während des Aufbaus. Verfügt
das Unternehmen nicht über eigenes Know-how, so muss dieses teuer eingekauft werden, was zur Zu-
sammenarbeit mit anderen Unternehmen und damit zum möglichen Verlust des eigenen branchenspezifi-
schen Know-hows führen kann. Ein weiteres Problem besteht in der zunächst problematischen Akzep-
tanz, vor allen bei Mitarbeitern, die mit den Medien Inter- bzw. Intranet nicht vertraut sind. Der Einsatz
muss deshalb exakt auf die Zielgruppe, Rahmenbedingungen und Lernziele abgestimmt werden.43
7. Ausblick
7.1 Ungelöste Aufgaben
Zu einer der größten Herausforderungen gehört es, gemeinsame Standards zu schaffen, um den problem-
losen Datentransfer und die Zusammenwirkung zwischen den Plattformen verschiedener Anbieter zu
ermöglichen.44 Die Suche nach einem geeigneten Kurs zu einem Problem und die Strukturierung von
Kursvoraussetzungen derart, dass eine automatische Prüfung ihrer Erfüllung und unter Umständen auto-
matischer Vorschlag noch notwendiger Kurse vom System vorgenommen werden kann, gehören ebenso
zu ungelösten Problemen. Es ist in der Zukunft auch das Problem der Speicherung von Meta-
Informationen der einzelnen Objekte zu lösen. Ebenso muss noch an der Kompatibilität der Plattformen
mit verschiedenen Softwaresystemen gearbeitet werden. Ein Ansatzpunkt zur Lösung dieser Probleme ist
das Instructional Management System Global Learning Consortiom, das vor allem die Standardisierung
der Plattformen verschiedener Hersteller anstrebt.
Einige Unternehmen und Bildungseinrichtungen versuchen mit geringen finanziellen und technischen
Ressourcen eine eigene Plattform aufzubauen, was jedoch in qualitativ minderwertigen Produkten mün-
det, die der Definition einer eLearning-Plattform als Learning Content Management System (LCMS), das
zusätzlich zu den Bildungsangeboten über das Benutzer- und Contentmanagement verfügt, nicht ent-
spricht.45
Eine direkte Verlinkung der Inhalte bei großen Plattformen ist unrealistisch aufgrund der hohen Anzahl
an Inhalten vieler Autoren, der aufwendigen Pflege und des problematischen interessengesteuerten Ler-
nens abseits der Lehrpfade. Eine mögliche Lösung stellt der Einsatz von Topic Maps, die semantische
Zusammenhänge von Informationen in Form semantischer Netze abbilden, was zu einer Metastruktur
über Inhalte und Informationsträger mit vielen Suchmöglichkeiten führt.46
42
Vgl. Bardens, R. E. / Loske, K.-H. (2002), S. 735.
43
Vgl. Theisen, M. (2002), S. 729.
44
Vgl. Krämer, W. / Müller, M. (2001), S. 308 ff..
45
Vgl. Zwischenberger, R. M. (2001), S. 34.
46
Vgl. Gersdorf, R. (2001), S. 8 f.
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