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Leistungsumfang einer eLearning-Plattform

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eLearning-Seminar Leistungsumfang einer eLearning-Plattform Seite 18 von 20 8. Fazit Es ist ein häufiger Fehler vieler Unternehmen und Nutzer zu glauben, die Technik allein würde die zent- rale Größe bei dem Einsatz von eLearning-Plattformen darstellen. Es genügt nicht, eine Software zu er- werben  und  zu  installieren.  Eine  didaktische,  psychologische  und  pädagogische  Vorbereitung  ist  von enormer Wichtigkeit, um Akzeptanz bei den Nutzern zu erreichen (siehe Kapitel 3.1).   Aus den Erfahrungen von IBM52 auf diesem Bereich geht hervor, dass der Blended Learning Prozess den größten Erfolg für sich verbuchen kann. Dabei finden die Vor- und Nachbearbeitung online statt, während die Anwendung des Wissens der Vorphase online in Intensivworkshops stattfindet. Es ist von enormer Wichtigkeit, ein System von Metainformationen in der Lernplattform zu integrieren und somit den Nach- teil fehlender optischer Informationen auszugleichen. Eine Maximallösung mit voller Funktionalität, wie sie im Kapitel 3.5 vorgestellt wurde, ist nicht immer von Vorteil. Die Leistungsfähigkeit der eingesetzten Software muss sich an den Zielen des Unternehmens und an den betroffenen Personen orientieren. Sie dürfen nicht überfordert werden.53 Im Rahmen der gesellschaftlichen Entwicklung zum lebenslangen Lernen muss ein solches Projekt sorg- fältig geplant werden. Da eLearning-Plattformen auf der einen Seite von Unternehmen zum Zwecke der Fortbildung  eigener  Mitarbeiter  eingesetzt  und  auf  der  anderen  Seite  auch  von  anderen  Einrichtungen kommerziell zum Zwecke der Wissensvermittlung genutzt werden können, müssen im Vorfeld grundsätz- liche Aspekte wie Zielgruppe, Partner, Themenschwerpunkte und Ziele festgelegt werden. Es ist ebenso wichtig, die bereits vorhandenen Systeme zu betrachten und zu entscheiden, ob diese integriert werden sollen. Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Möglichkeit der Einbindung der Plattform in Personalentwick- lungsprozesse z.B. als Personalbeurteilungsinstrument.54 Die Arbeit an einer eLearning-Plattform endet nicht mit ihrer Einführung, sondern muss zwecks Aktualisierung ständig fortgesetzt werden. Je nach der Bestimmung der Plattform ist ihre Konfiguration zu wählen. So können z.B. Schwerpunkte auf Informa- tion oder Kommunikation gelegt werden.55 Als  Schlussfolgerung  lässt  sich  sagen,  dass  mit  der  allgemeinen  Entwicklung  von  eLearning  auch  die elektronischen Lernplattformen einen breiten Einsatz finden werden. Es wird wohl aber nicht gelingen, die  Präsenzveranstaltungen  durch  den  enormen  Technikeinsatz  völlig  zu  ersetzen.  So  ist  zu  vermuten, dass in der Zukunft auf der einen Seite das Blended Learning eine starke Verbreitung finden wird und auf der anderen Seite die Entwicklung zu internetbasierten Lernportalen hin geht, die einen neuen globa- len Bildungsmarkt schaffen werden. Dabei werden die eLearning-Plattformen als begleitendes Medium eine immer größere Rolle spielen.   Der Schlüssel liegt in der enormen Geschwindigkeit mit der innerhalb kurzer Zeit viele Mitarbeiter er- reicht werden können. Die Gefahr ist in der Entwicklung einer neuen Lernkultur zu sehen, mit der Mitar- beiter  lernen  müssen,  eigenständig  und  eigenverantwortlich  ihre  Kenntnisse  auszubauen  sowie  aufge- schlossen dem neuen Medium gegenüber zu treten. Die Aufgabe von Vorgesetzten und Personalplanung besteht darin, die Betroffenen mit Trainingsmaßnahmen auf diese neue Lernform und somit auf die neue Lernkultur vorzubereiten, um Ablehnung, Resignation und Frustration zu vermeiden.                                                  52 Vgl. Krämer, W. / Müller, M. (2001), S. 562 f. 53 Vgl. Krämer, W. / Müller, M. (2001), S. 292-293. 54 Vgl. Krämer, W. / Müller, M. (2001), S. 386 55 Vgl. Krämer, W. / Müller, M. (2001), S. 294-295.
  
Wissensmanagement lernen
von Gabi Reinmann-Rothmeier,
Heinz Mandl,
Christine Erlach,
Gabi Reinmann- Rothmeier
Siehe auch:
Konstruktivistische Didaktik: Lehr- und Studien...
Studienbuch Wissensmanagement: Grundlag...
Systemisches Wissensmanagement (Uni-Taschenbüch...
Prozessmanagement: Ein Leitfaden zur prozessorien...
Psychologie des Wissensmanagements: Perspektive...
Einführung in das systemische Wissensmanagement
 
   
 
     
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